« Projekt „Bäume und Menschen“
CARMIGNAC GESTION setzt sich gemeinsam mit der Hilfsorganisation CARE für die Betroffenen von Naturkatastrophen in Madagaskar ein »
In Madagaskar, das zu den 30 ärmsten Ländern der Welt zählt, wüten infolge des Klimawandels regelmäßig Zyklone, die immer wieder verheerende Schäden im ganzen Land anrichten. Aufgrund fehlender Schutzmaßnahmen werden die Dörfer schwer verwüstet.
Mit Unterstützung der Stiftung Carmignac Gestion wird CARE Maßnahmen durchführen, um Waldflächen in Dorfgegenden wiederaufzuforsten, Mangrovenwälder zum Schutz der Biodiversität wiederherzustellen und gegen die Abholzung der Wälder zu kämpfen - ein großes Problem in Madagaskar:

- Windschutzpflanzungen in einer Länge von insgesamt 16 km, verteilt auf 5 Standorte, das entspricht 20.000 Setzlingen von Pflanzenarten, die dem salzigen Wind und den Zyklonen gut standhalten können, etwa Schraubenbäume, Sternanisbäume, Bischofsmützen, Ölpalmen sowie einige Obstbäume (Orangen- und Mangobäume).
- Einrichtung von 6 Dorf-Baumschulen: Dabei wird den Dorfbewohnern gezeigt, wie sie Obstpflanzen und -bäume im Topf ziehen können, um die Pflanzen selbst zu vermehren und dann zur richtigen Jahreszeit in den Boden zu setzen.
- Wiederherstellung von Mangrovenwäldern durch die Pflanzung von 77.000 jungen Mangrovenpflanzen an den Küsten und Flüssen entlang des Ostkaps von Andasibe bis Ratsianarana. Die Mangrovenwälder stellen eine Einkommens- und Nahrungsquelle für die Bevölkerung dar, werden jedoch regelmäßig und in verheerendem Ausmaß von durchziehenden Zyklonen ebenso wie von der Erosion durch Meer und Wind zerstört.
- Pflanzung von 500 Jackfruchtbäumen im Süden der Insel zur Bekämpfung der Erosion um Schulen und Dörfer herum, die in dieser Gegend von den häufigen Überschwemmungen bedroht werden.
- Wiederaufforstung von 15 Hektar Eukalyptuswäldern, ebenfalls im Süden. Dies betrifft insbesondere Waldgebiete, die durch die Auswirkungen der Brandrodung (also der Abholzung der Wälder zugunsten der landwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere zum Maniok-Anbau) geschädigt wurden. Die abgeholzten Flächen werden in der Regel nach einigen Ernten wieder aufgegeben, um neue Flächen abzuholzen, wodurch der Wald vernichtet und letzendlich auch dieser Boden unfruchtbar wird. Die Wiederaufforstung wird es außerdem ermöglichen, den Bedarf an Feuerholz und Bauholz besser zu decken und somit den Primärwald zu entlasten.
Neben diesen ökologischen Aspekten verfolgt das Projekt auch das Ziel:
- die Infrastruktur der am stärksten gefährdeten Dörfer zu verbessern, damit die Bevölkerung nicht mehr so massiv unter den Naturkatastrophen zu leiden hat;
- • die Einkommensquellen der Bevölkerung schützen: Indem das Projekt dem Naturschutz dient, wird es sich auch einen positiven Effekt auf die natürlichen Ressourcen haben, die die Lebensgrundlage der Bevölkerung sind. Dies sind hauptsächlichdie Fischerei und die Landwirtschaft.
Das Projekt sieht außerdem Bauvorhaben in kleinerem Umfang vor: Speichergebäude für Dörfer, Wasserstege, Dämme, Uferbefestigungen, Schutzmaßnahmen gegen Erdrutsche, Überschwemmungen und gegen den Wind sowie den Ausbau des Frühwarnsystems zwischen den Dörfern.
Letzteres wird im Südosten in der Umgebung von Atsimo Atsinanana, im Nordosten in der Umgebung von Analanjirofo und im Norden in der Umgebung von Sava aufgebaut.

Näheres zur Hilfsorganisation Care
CARE ist eine internationale Hilfsorganisation, die keiner religiösen Anschauung und keinen politischen Zielen verpflichtet ist. Sie stellt einen Zusammenschluss von 12 nationalen Organisationen dar, die gemeinsam an der Umsetzung von über 1000 Projekten zur Nothilfe und nachhaltigen Entwicklung in fast 70 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa arbeiten.
CARE ist eine der bedeutendsten internationalen Hilfsorganisationen und unterstützt jedes Jahr fast 55 Millionen Menschen.
Grundsätze: Aufbauen, verwandeln, die Eigenverantwortung fördern und den Ärmsten zur Selbstständigkeit verhelfen bei gleichzeitiger Wahrung ihre wirtschaftlichen und sozialen Rechte.
Ein Ziel: zur Minderung der extremen Armut beitragen. CARE beteiligt sich an der weltweiten Bewegung mit dem Ziel, bis zum Jahr 2015 die Armut gemeinsam um die Hälfte zu mindern.